Psychotherapie

Die Psychotherapie spielt eine äußerst wichtige Rolle in der Behandlung von psychischen oder psychosomatischen Erkrankungen. Sie ist ein bewusster und geplanter Prozess, um Verhaltensstörungen zu beeinflussen, psychisches Leid zu lindern oder zu heilen und seelische sowie zwischenmenschliche Konflikte zu bewältigen. Das Grundprinzip ist vereinfacht ausgedrückt die Behandlung der Patienten durch Gespräche oder Übungen. Die Methoden sind vielfältig, es gibt u.a. einzel- und gruppentherapeutische Maßnahmen.
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Die wichtigsten Grundlagen der Psychotherapie bilden die so genannte Tiefenpsychologie und die Lern- oder Verhaltenspsychologie. Entsprechend werden die Therapieformen als tiefenpsychologische Behandlung bzw. Verhaltenstherapie bezeichnet. Auch die interpersonelle Therapie (IPT) wird vermehrt bei verschiedenen psychischen Störungen bzw. Erkrankungen und Konfliktsituationen angewandt. Ihr Ausgangspunkt ist die Annahme, dass innere und/oder soziale Konflikte in kritischen Lebenssituationen ergründet, verdeutlicht und entsprechend gelöst werden müssen.

Die Verhaltenstherapie geht davon aus, das jedes Verhalten erlernt, aufrechterhalten, aber auch wieder verlernt werden kann. Unter „Verhalten“ versteht sie heutzutage nicht nur die von außen beobachtbaren Verhaltensschritte und nachweisbaren körperlichen Reaktionen. Vielmehr gehört dazu auch das nicht unmittelbar beobacht- und nachweisbare Verhalten, etwa Gefühle, Gedanken, Motive und Bewertungen. Psychische Störungen werden als fehlerhaft erlerntes Verhalten in Anpassung an äußere und innere Reize gesehen und nicht, wie in der Psychoanalyse, als Symptom eines unbewussten Konflikts. Bei der Verhaltenstherapie geht es u.a. darum, falsch Gelerntes umzubewerten bzw. umzulernen oder bisher Nicht-Gelerntes zu erlernen.

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